Partnerschaftskomitee Wassenberg-Pontorson-Highworth e.V.

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Europatage 2022 - Rede von Karin Hilgers

Rede der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Wassenberg, Karin Hilgers, anlässlich der Europatage 2022 in Wassenberg

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde der Städtepartnerschaften,

wir haben uns lange nicht treffen können. 

Wir denken an die Menschen in unserer Partnerschaft, die in dieser Zeit verstorben sind.

Trotz der Einschränkungen, die uns die Pandemie auferlegt hat, haben es viele von uns geschafft, die Kontakte aufrecht zu erhalten: Karten, Mails und auch das einige oder andere digitale Treffen haben uns dabei geholfen – aber es ist natürlich nicht dasselbe. Umso größer ist meine Freude, dass wir heute hier sein können.

Die Gruppe ist kleiner als sonst – meine Vorredner haben es bereits gesagt. Daran merken wir: trotz aller Erleichterungen ist die Pandemie noch nicht vorbei, und mit den Auswirkungen werden wir weiterhin zu tun haben. Vermutlich müssen wir uns Gedanken darüber machen, mit welchen neuen Medien wir unsere Partnerschaft weiterhin lebendig erhalten.

Unsere Freude ist also nicht ganz ungetrübt. Das hat einen weiteren Grund: Wir sagen es bei jedem Treffen und haben es auch heute bereits gehört: Städtepartnerschaften sind ein Instrument des Friedens und dienen auch der Prävention von bewaffneten Auseinandersetzungen. Oft sprechen wir bei unseren Zusammenkünften über aktuelle politische Themen, sowohl „offiziell“ als auch an den privaten Esstischen. Ein Thema bewegt uns derzeit sehr und daher kann auch in dieser kurzen Ansprache der russische Angriffskrieg auf die Ukraine nicht fehlen.

Unser aller Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, die unter dem Krieg leiden – Krieg kennt nur Verlierer! Die Hilfsbereitschaft in unserem Land ist groß, viele ukrainische Flüchtlinge – meist Frauen und Kinder – werden hier willkommen geheißen. Auch in Wassenberg ist das so, auch hier werden Hilfsgüter und Transporte organisiert, auch hier finden Menschen Wohnungen, finanzielle und tätige Unterstützung. Es ist klar: Europa kann einer solchen Agression nicht tatenlos zusehen.

Dennoch: viele Menschen bei uns haben Angst davor, dass Deutschland, dass Europa in den Krieg aktiv einbezogen wird, dass sich der Krieg ausweitet und dass das jetzt schon unermessliche Leid sich potenziert – wir müssen alles tun, damit es nicht zu einem weiteren Weltkrieg kommt. Darin sind wir uns einig – aber über den Weg dahin wird diskutiert: Sollen wir Angriffswaffen liefern? Ist es richtig, dass hier Soldaten ausgebildet werden? Wem kann man glauben, wenn doch die Wahrheit das erste Opfer eines jeden Kriegs ist? 

Diese Fragen, diese Sorgen hätten wir gerne mit unseren Europaabgeordneten besprochen. Leider mussten sie uns für dieses Jahr absagen. Dennoch gebührt ihnen der Dank dafür, dass sie 2020 und auch 2021 die Einladung angenommen hatten.

Dank möchte auch allen sagen, die sich an den Europatagen beteiligen, die trotz der Pandemie gekommen sind, die trotz der Pandemie Gäste beherbergen, die diese Tage vorbereitet haben. Ein Dank geht auch an die Räte und Verwaltungen der Städte, die diese lebendigen Austausche aktiv unterstützen.

Wir begegnen uns heute hier, weil wir an eine gemeinsame Zukunft in Europa glauben.

54 Jahre Städtepartnerschaft mit Pontorson, 12 Jahre mit Highworth – das sind Gründe zu feiern!

Vielen Dank dafür!

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für das aktuelle Jahr
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