Partnerschaftskomitee Wassenberg-Pontorson-Highworth e.V.

Oktober/November 2016

Liebe Freunde der Städtepartnerschaft, 

Schwerpunkte der Info sind Berichte über die Koordinierungsgespräche, den Prix de Wassenberg in Pontorson, das Highworth Festival und die Vorankündigung unserer Mitgliederversammlung, die am 18. November 2016 stattfinden wird. Zudem möchte ich Sie noch kurz über einige Ereignisse informieren, die sich nach den Europatagen im Mai 2016 zugetragen haben.

Vereinigtes Königreich entscheidet sich für Austritt aus der EU

Die Entscheidung der Briten, aus der EU auszutreten, hat mich enttäuscht. Beim EU-Mitgliedschaftsreferendum am 23.06.2016 stimmten 51,9 % der Stimmberechtigten für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Lediglich 48,1 % stimmten für den Verbleib. Der Austrittsprozess wird durch die Mitteilung der britischen Regierung an den Europäischen Rat rechtlich wirksam in die Wege geleitet. Dies regelt der Art. 50 des Vertrags über die Europäische Union. Doch bislang hat es den Antrag der Briten an die EU nicht gegeben. Aber sicher ist, dass die Entscheidung der Bürger des Vereinigten Königreiches unumkehrbar ist.

Es bleibt für uns alles beim alten. Derzeit ist aber nicht bekannt, wie die EU in Brüssel zukünftig Bürgerbegegnungen mit britischen Städten sieht. Ob es auch weiterhin Zuschüsse für Bürgerbegegnungen/ Europatage gibt, wird die Zukunft zeigen.

In dem Zusammenhang erinnere ich nochmals an die von Karin Hilgers geleitete Arbeitsgruppe unserer Europatage. Sie befasste sich mit dem Brexit! Es wurde diskutiert über die mögliche Abstimmung und über die Stimmung im Land. Auch mögliche Folgen für unsere Städte, wirtschaftliche und politische Folgen für Europa wurden erörtert.

Koordinierungsgespräche in Pontorson

In diesem Jahr fanden die Koordinierungsgespräche in Pontorson statt. Der Termin wurde so gewählt, dass nur eine Fahrt zu den Koordinierungsgespräche und dem Prix de Wassenberg erforderlich waren. An den Gesprächen, die am 15. Oktober stattfanden, war der komplette Vorstand aus Wassenberg in Pontorson anwesend. Zudem reisten weitere acht Wassenberger mit nach Pontorson, um insbesondere am Prix de Wassenberg teilnehmen zu können. Dieser fand am Freitag, dem 14. Oktober 2016, statt. Der überwiegende Teil der Wassenberger wurde bei Gastfamilien in Pontorson untergebracht.

Die Gespräche begannen am Samstagmorgen um 10 Uhr im Mediencenter. Insgesamt nahmen 17 Personen daran teil. Die weiteren 12 Teilnehmer waren vom Pontorsoner Komitee. Die Versammlung leitete Helene Durant. Zunächst wurden die städtepartnerschaftlichen Ereignisse aus dem Jahr 2016 erörtert (Schüleraustausch, Sport– und Begegnungstage, Jugendfreizeit durch das Jugendzentrum Wassenberg, Schülerpraktika, Radtour meines Sohnes Dirk und die Europatage). Schwerpunkt waren natürlich die Europatage in Wassenberg. Helene Durant bedankte sich nochmals für die herzliche Aufnahme und das abwechslungsreiche Programm. Sie gab an, dass man wegen der Arbeitsgruppen am Freitagmorgen von Pontorsoner Seite etwas „Angst“ hatte. Man war jedoch überrascht, wie offen und interessiert die Teilnehmer der Runden diskutierten. Von Helene wurde angeregt, den Dolmetschern einen Katalog von speziellen Begriffen der jeweiligen Diskussionsrunden an die Hand zu geben.

Als sehr positiv wurde der kleine Imbiss nach den Arbeitsgruppen bewertet. So konnte man gestärkt zum Stadtrundgang und der Fahrt nach Roermond aufbrechen.

Traditionell wurden die Termine für das Jahr 2017 abgesprochen. Die Europatage 2017 finden vom 25. bis 28. Mai in Pontorson statt. Als Ziel für die Informationstour wurde übereinstimmend Rennes festgelegt. Von Pontorsoner Seite wurde ein Antrag bei der EU in Brüssel gestellt. Man plant auch in Pontorson, am Freitagmorgen Diskussionsrunden durchzuführen. Themen werden wahrscheinlich wie folgt sein:

  •  Vertrag von Rom—60 Jahre danach
  •  Hat die EU ihre Ziele erreicht?
  •  War die EU eine „gute“ Kraft in der Welt?
  •  Trägt die EU zum Glück der Menschen bei?

Das Pontorsoner Komitee hat als Obergrenze für die Teilnehmer aus Wassenberg 70 und aus Highworth 25 Personen festgelegt. Der Wunsch eines Kirchchors aus Wassenberg an den Europatagen teilzunehmen wird vermutlich wegen der Obergrenze scheitern.

Der Termin für die Koordinierungsgespräche wurde auf das Wochenende Ende September 2017 festgelegt.

Auch im kommenden Jahr wird es Schüleraustauschmaßnahmen und den Prix de Wassenberg geben. Der Termin für das Pferderennen wird jedoch erst Anfang des Jahres 2017 festgelegt. Sepp Becker informierte das Komitee in Pontorson, dass Highworth die Absicht hat, vom 20.—23. Oktober 2017 mit einer Gruppe nach Wassenberg zu kommen.

Prix de Wassenberg 2016

Neu für alle Teilnehmer war, dass es am Renntag 14.10.2016 zwei Pferderennen gab (Rennen 6 und 7), die mit Prix de Wassenberg überschrieben waren. Beide Rennen gingen über 2650 m und waren für Fohlen und Wallache von 4 Jahren ausgeschrieben. In der Gruppe A starteten 18 Pferdegespanne. Es siegte das Pferd Crooner mit Adrien Lamy im Sulky. Für das Siegerpferd gab es als Zusatzpreis eine Pferdedecke. Die Pferdedecke überreichte Sepp Becker.

In der Gruppe B (17 Pferdegespanne) siegte Charmeur du Vivier mit Tony Le Beller im Sulky. Das Komitee entschloss sich spontan, dem Gewinner eine Flasche Champagner als Zusatzpreis zu übergeben. Die Flasche Champagner übergab Thomas Kügler dem Gewinner Tony Le Beller.

Die Fahrt nach Pontorson endete mit einem Essen in einem Restaurtant in Beauvoir. Wohlbehalten kehrten alle Teilnehmer am Sonntag in Wassenberg zurück.

Highworth Festival

Am Freitag, dem16.9.2016, verließen gegen 5:00 Uhr die Gruppe 3 Männ Sing und weitere 7 Mitglieder des Komitees Wassenberg in Richtung Highworth. Die Fahrt verlief ohne Probleme bis in den Süden Londons, wo der Traffic Jam zuschlug. Somit kamen die Minibusse, nach einer kurzen Pause in Newbury, mit einer halben Stunde Verspätung in Highworth an. Der Abend war in den Gastfamilien vorgesehen.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Festivals, jeder konnte seine Tour machen. Die Kirche war mit diversen und sehr schönen Blumengestecken zum Thema „Musicals“ geschmückt. Leider fiel am Nachmittag kurz vor und während der Parade, gestaltet von unterschiedlichen Kindergruppen, Musikgruppen und Oldtimern, ein Regenschauer, der viele Gäste nach Hause schickte. Nach dem Schauer fand auf dem Marktplatz ein Konzert mit den Gruppen 3 Männ Sing, Overload, Charlie Ann Bradfield und Hangfire statt.

Am Sonntagmorgen stand der Gottesdienst, gestaltet von den Hauptkirchen in Highworth, auf dem Programm. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Am Abend gab es dann in der St. Michaels Hall den Abschlussabend in Form eines „American supper“ (jeder bringt sein Essen mit).

3 Männ Sing waren auf eigenen Wunsch im B&B untergebracht. Am Ankunftsabend waren sie von Chris und Guy Latimer zum Essen eingeladen. Sie brachten ein paar Instrumente mit und es wurde ein geselliger Abend. Das Konzert auf dem Marktplatz am Samstag fand zu Beginn fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt (der nachmittägliche Regen hatte viele Gäste vertrieben), doch die Musik wurde in der Stadt gehört und nach und nach kamen immer mehr Zuhörer. Nach Ende des Konzertes gegen 22:00 Uhr spielte 3 Männ Sing auf Vermittlung von Ian Miller im Saracen's Head Pub unplugged. Ein super Erfolg! Eine junge Frau war so begeistert, dass sie die Gruppe bat, sie zu „House of the rising Sun“ zu begleiten. Auch am Abschlussabend in der St. Michaels Hall spielten sie mit großem Erfolg.

Nach einer gewissen Unsicherheit, was sie in England erwarten würde, waren die Musiker von 3 Männ Sing (Martin und Hans- Bernd Wallraven, Stefan Langerbeins und Richard Evertz als Tontechniker) schon am ersten Abend von der Offenheit und Gastfreundschaft in unserer englischen Partnerstadt begeistert. Es war für sie ein intensives Erlebnis, das sie nicht mehr missen wollen. In England zu spielen war eine super Erfahrung.

Thomas Kügler 

Sportliche Herausforderung der besonderen Art 

Pontorson-Wassenberg nonstop mit dem Rennrad in 37,5 Stunden!

Vielleicht erinnern Sie sich noch daran. Zu dem Europatagen 2013 ist unser Sohn Dirk mit dem Rennrad von Wassenberg nach Pontorson in drei Etappen gefahren. Dabei kam ihm die Idee, der Strecke (für das Fahrrad sind dies 768 km!) in einem Stück zu fahren. Geplant war die Tour Ende Mai diesen Jahres. Vorteil wäre gewesen, dass es länger hell gewesen wäre. Doch das schlechte Wetter und eine Verletzung unseres Sohnes machten einen Strich durch sein Vorhaben. Dirk hatte sich auch entschieden, die Strecke von Pontorson nach Wassenberg zu fahren, Wer die Normandie kennt der weiß, dass dort einige kraftraubende Berge sind. Dirk meinte, dass die Strecke nach Wassenberg über Belgien und den Niederlanden flacher würde. Deshalb seine Entscheidung in Pontorson zu starten. Dirk beobachtete aufmerksam die Wetterkarte. Für Anfang September hatten die Meteorologen ein trockenes Wochenende vorhergesagt. Die Entscheidung wurde kurzfristig getroffen, das Unternehmen zu starten.

Am Donnerstag, 01.09.2016, reiste Dirk mit einem zusätzlichen Ersatzrad nach Pontorson. Sein Bruder Lars und dessen Ehefrau Ellen hatten sich entschieden, Dirk auf seiner Fahrt zu begleiten. Das Ehepaar Michele und Claude Durant waren kurzfristig bereit, dem Team ein Quartier zu geben. Auch die Präsidentin des Pontorsoner Komitees, Hélène Durant, begrüßte das Team. Die Drei wurden herzlich aufgenommen und verpflegt. Den Freitag verbrachte man in Pontorson. Natürlich stand auch ein Besuch des Mont St. Michel auf dem Programm.

Am Samstagmorgen war es dann soweit. Morgens um 06.00 Uhr ging es in Pontorson los. Beim Start war auch der Pontorsoner Bürgermeister André Denot trotz der frühen Tageszeit anwesend. Er verabschiedete das Team und wünschte ihnen viel Glück und Erfolg.

Dirk hatte sich vorgenommen, einen Stundenschnitt von 22 km/ Std zu halten, inclusive der Verpflegungspausen. Er benutzte ein Navigationsgerät, welches ausschließlich für Radsportler konzipiert worden war. So war sichergestellt, dass er nicht zufällig auf einer Autobahn oder Autostraße landete.

Ellen und Lars fuhren zu vorher vereinbarten Treffpunkten, um Dirk zu verpflegen. Dies klappte ausgezeichnet.

Dirk berichtete, dass er nach dem Start mehrere Stunden im Nebel durch die Normandie fuhr. Dann wäre es vom Wetter besser geworden. Doch vor Amiens kam dann die Nacht. Das Rennrad war mit einer entsprechenden Beleuchtung und LED-Reflektoren ausgerüstet. Es ging durch die Picardie, an Amiens vorbei Richtung Lille/ Roubaix. Leider hatte sich das Wetter so verschlechtert, dass Dirk mehrere Stunden in strömenden Regen fuhr. Brüssel wurde nördlich umfahren. In Belgien musste wegen eines Reifenplatzers das komplette Rennrad gewechselt werden. Zudem waren Straßen und Brücken gesperrt, die Dirk zu einem Umweg zwangen. Letztlich wurden aus den 768 km insgesamt 802 km. Obwohl Dirk reichlich müde schien, beflügelte ihn doch noch die Reststrecke möglichst schnell zu bewältigen. So entschloss er sich, die letzten hundert km ohne die abgesprochene Pause in Roermond zu bewältigen. Gegen 19:35 Uhr erreichte Dirk abgekämpft aber glücklich das Wassenberger Rathaus. Hier wurde er von seiner Ehefrau Katja und seiner neugeborenen Tochter Lia herzlich empfangen. Einige Komiteemitglieder waren auch zugegen. Zum Empfang gab es Sekt für das Team!

Die Strecke Pontorson-Wassenberg wurde in sage und schreibe 37,5 Stunden mit dem Rennrad absolviert. Dirk hatte sich zum Ziel gesetzt, unter 40 Stunden zu bleiben. Es soll einen Radsportler aus Pontorson geben, der die Strecke in 42 Stunden geschafft hatte.

Maria Brosch verstorben

Am 04. August 2016 verstarb unser langjähriges Mitglied Maria Brosch im Alter von fast 88 Jahren. Noch im vorigen Jahr besuchte sie regelmäßig unsere Mitgliederversammlungen und nahm aktiv am Partnerschaftsleben teil.

Maria Brosch gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Partnerschaftskomitees, dem sie 1988 beitrat. 2013 wurde sie noch wegen ihrer 25-jährigen Zugehörigkeit zum Partnerschaftskomitee geehrt.

Es bestand nur die Möglichkeit von der Verstorbenen im Bestattungshaus Forg in Wassenberg Abschied zu nehmen. Das Partnerschaftskomitee wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren!

 

Mitgliederversammlung im November 2016

Auf der Sitzung des Vorstands des Komitees vom 22. September 2016 wurde beschlossen, unsere nächsten Mitgliederversammlung auf Freitag, den 18. November 2016, zu terminieren. Die Tagesordnung der Mitgliederversammlung werden ich Ihnen in den ersten Tagen des Novembers zusenden.

Schwerpunkt der Mitgliederversammlung wird natürlich das Programm für das kommende Jahr, hier insbesondere die Europatage in Pontorson, sein.

Ullrich Gütte

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Mitgliedsbeitrag

für das Jahr 2019
Einzelperson 12,50 €, Kinder/Schüler bis 16 Jahre 2,50 €, Senioren (ab 80. Lebensjahr) und Auszubildende/Studenten über 16 Jahre 7,50 €

Kontoverbindung:
IBAN: DE43 3106 0517 7906 9140 12
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E-Mail: ullrich.guette@t-online.de